Chris Regn


lebt und arbeitet in Hamburg und Basel

www.kasko.ch, www.bildwechsel.org


Künstlerin, Kuratorin, Archivarin. Chris Regn arbeitet als Künstlerin mit Recherchen und Videos, mit Überlieferung und Repräsentationsformen. Sie speist sich aus ihrer Arbeit bei einem grossen Archiv namens bildwechsel in Hamburg. Die Bewegung, die beim Gemeinsamen, beim Sprechen und beim Zusammenarbeiten entsteht, ist Motiv und Motor ihrer Arbeit. Das Befördernde der Kommunikation zwischen unterschiedlichen Statements und Medien interessiert sie auch als Kuratorin. Seit 2008 koordiniert sie das Programm im Kaskadenkondensator, Projektraum für aktuelle Kunst und Performance, Basel. Seit 2014 Mitarbeit im Vorstand von PANCH.




Fernando Aguiar


lebt und arbeitet in Lissabon.


Visueller Poet, Herausgeber, Veranstalter, Dozent. Seit 1972 agiert Aguiar als experimenteller, visueller Poet mit den Medien der Fotografie, Malerei, Installation, Performance und Video.

Er publizierte 7 Gedichtbände, 3 Jugendbücher, 4 Anthologien portugiesischer, visueller und experimenteller Poesie, 2 Anthologien internationaler, visueller und experimenteller Poesie, 2 Performance Kataloge, 9 populäre Bücher visueller Poesie. Er realisierte 45 Einzelausstellungen und beteiligte sich an 500 Gruppenausstellungen. Seit 1983 zeigte er über 100 Performances.

Er veranstaltete einige Festivals und pflanzte z.B. 2005 – in Matosinhos im Norden Portugals – ein «ökologisches Sonnett» mit insgesamt 70 Bäumen, jeweils 5 Bäume in 4+4+3+3=14 Reihen.


Fernando Aguiar tritt hauptsächlich im Ausland auf und ist bekannt für seine visuelle, konkrete Poesie. Fachkundige Hinweise führten mich auf meiner Recherche gleich mehrfach zu ihm. (AS)




Florian Feigl


lebt in Berlin

www.florianfeigl.com


Performancekünstler. Seit 1997 entwickelt und zeigt Feigl Performancekunst in Deutschland und Europa. Neben den Soloarbeiten betreibt er mit Otmar Wagner die Wagner-Feigl-Forschung/Festspiele und veranstaltet in Berlin mit Jörn J. Burmester und Janine Eisenächer die monatliche Reihe Performer Stammtisch. 2011 ist Feigl Mitbegründer und Teil des Leitungsteams des ersten Monats der Performancekunst (MPA) in Berlin und Herausgeber des ersten Berlin Performance Art Reports mit Joel Verwimp.





Fränzi Madörin


lebt in Muttenz und arbeitet in Basel und Münchenstein
www.reinesprochaines.ch


Damenschneiderin, Musikerin, Künstlerin, Audioingenieurin. 1985-88 absolviert sie die Ausbildung als Damenschneiderin. Seit 1988 ist sie Mitglied der Musikperformancegruppe

Les Reines Prochaines und realisiert Konzerte, Performances, Audioeditionen, Video-produktionen, Audio- und Videoinstallationen, Kompositionen für Theater, Tanz und Film.

Als verkappte Kostümbildnerin singt und tanzt sie, dichtet und reimt sie, steht und greift die Worte scheinbar aus der Luft, aus der Situation.


An Fränzi Madörin und ihren Balladen bindet mich das Interesse für Erzählung in ausufernden Bildern. Diese spenden mir Trost und schiessen Pfeile in den Himmel der Wünsche. (AS)




Gustavo Sumpta


in Luanda (Angola) geboren und aufgewachsen, lebt und arbeitet in Lissabon


Theater- und Filmschauspieler, Tänzer, Performer, bildender Künstler. Ursprünglich studiert er Geschichte an der Philosophischen Fakultät der Universität von Porto. Als Quergänger zwischen den Medien nutzt er die Performancekunst zum Experimentieren. Unentwegt auf der Suche nach Sinn verbindet er mit ihr die Hoffnung, eine gewisse Vitalität und Energie zu retten.

Dabei konstruiert er Situationen und prekäre Gleichgewichte, legt sich mit der Schwerkraft an

um zu fliegen, zu fliehen, zu springen.


Gustavo Sumpta fordert Gott und die Welt heraus, mit seinen die Labilität ins Spiel bringenden

Installationen und Aktionen. Gleichgültigkeit scheint für ihn nicht existent. Diese Klarheit spricht mich an. (AS)




Julia Geröcs


in Budapest (Ungarn) geboren und aufgewachsen, lebt und arbeitet in Zürich


Bildende Künstlerin, Performerin. 1998 schliesst sie die Fachausbildung zur Goldschmidin ab. Bis 2003 besucht sie Zeichenkurse und beendet 2005 das Studium der Kunstgeschichte an

der Universität in Budapest und 2007 das Studium der Lehrberufe für Gestaltung und Kunst

an der ZHdK in Zürich. 2013 beschliesst sie ihr Studium an der ZHdK mit dem Master of Arts

in Fine Arts. 2014 erhält sie mit ihrer Arbeit «Kakologie» den Performancepreis Schweiz. Die künstlerische Arbeit von Julia Geröcs interessiert sich für den Konflikt zwischen den individuellen und den gesellschaftlichen Wertesystemen und begreift sie als bestehende Ambivalenzen. Ausgehend von Erzählungen, welche Geröcs in erster Person schreibt, untersucht sie Machtbeziehungen und Themen wie Scham, erotische Anziehung, Angst und Gewalt.


Julia Geröcs vermag es wiederholt, mich in die Zwickmühle ihrer sprachlichen Konstrukte

zu führen. (AS)




Maria dos Milagres


lebt in Lissabon


Performerin. Zuerst arbeitet sie als Modedesignerin, später studiert sie in Brüssel Bildhauerei.

In den letzten Jahren betrachtet sie das Leben als Performance. Sie schätzt diese Aktionsform, um mit einer grossen Offenheit für Fragen in die Realität einzudringen. Dabei ist sie immer wieder bereit, Leben und Alltag neu zu denken und beginnt, geistig und körperlich Räume zu verschieben. Ihr Handeln findet seinen Platz zwischen Absurdem, Traum und Tragödie.


Maria dos Milagres lernte ich 2012 an einem Performancefestival im spanischen Girona kennen, wo sie wie ein weisser Engel im Kreuzgang Runden lief. Sie stellte mir ihre Kontakte zur Verfügung und erzählte mir Lissabon anhand eigener, vergangener Performances im Öffentlichen Raum vor Ort.  (AS)




Martin Blum und Daniela Blum-Ehrsam


leben und arbeiten in Samstagern

www.ganzblum.ch    www.frohussicht.ch


Martin Blum ist Landwirt, Künstler. 1993-96 absolviert er die Berufsausbildung zum Landwirt, 1996-2000 studiert er Bildende Kunst an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel.

Dort schliesst er sich der Performancegruppe G.A.B.I. an. Gemeinsam mit Haimo Ganz realisiert er grosse installative Eingriffe in privaten und öffentlichen Räumen. Dabei werden Materialien

in Bergen angehäuft, Arbeitshandlungen ad Absurdum wiederholt oder es berühren sich Polaritäten, beatmen sich oder gleichen sich aus. Seit 2008 verbindet er seine Tätigkeit als Landwirt mit künstlerischen Projekten und lädt sporadisch Kunstschaffende ein zu Interventionen auf seinen Bauernhof Froh Ussicht in Samstagern. Für die Arbeit in Giswil schlägt er eine Kollaboration mit Daniela Blum-Ehrsam vor.


Martin Blum spannt seit Jahren einen Bogen zwischen dem Leben als Bauer und als Künstler. Mich interessiert, worauf er sich in Giswil einlässt. (AS)




Michèle Pralong


lebt und arbeitet in Genf


Dramaturgin. Nachdem sie 1989 ihr Literaturstudium an der Universität in Genf beendet,

verfasst sie Kritken zu Tanz und Theater im Courrier und Journal de Genève. Ab 1994 ist sie künstlerische Mitarbeiterin am Théâtre du Grütli und an der Comédie de Genève. 2006-2012 leitet sie zusammen mit der Regisseurin Maya Bösch das GRÜ/transthéâtre in Genf. Gemeinsam etablieren sie diesen Ort als transdisziplinäre Plattform. Seit 2014 arbeitet sie

für das Théâtre de Vidy in Lausanne als Redaktorin und Organisatorin von Gesprächen und Konferenzen. Heute ist sie unabhängige Dramaturgin für verschiedene Kunstschaffende,

u.a. für Cindy Van Acker.


Von gemeinsamen Semesterabschlussgesprächen an der HEAD blieb mir ihre Freude am kollektiven Denken im Gedächtnis haften. Seither lässt sie sich wiederholt und selbstverständlich ein, ihren Blick vom Theater her kommend auf das Feld der Performance zu richten. (AS)




Silvia Isenschmid


lebt und arbeitet in Richenthal, LU


Kuünstlerin. Sie studiert bildende Kunst an der Hochschule Luzern (BA) und besucht aktuell das fächerübergreifende MA-Studium „Contemporary Arts Practice-“ an der Hochschule der Künste Bern. Silvia Isenschmid arbeitet mit Handlungsanweisungen und Alltagsobjekten, mit denen sie interveniert. Dabei setzt sie auf eine Wechselwirkung von Impulsen, die sie selbst gibt, und solchen, die sie von der Umgebung oder von den Objekten empfängt.


Bei Silvia Isenschmid gefällt mir ihre Entschiedenheit, an die Grenzen des Machbaren zu gehen, um sich dort einzurichten. (AS)




Sibylle Omlin


lebt in Siders


Studium der Germanistik, Kunstgeschichte und Geschichte der Neuzeit an der Universität Zürich. 1996-2001 ist sie redaktionelle Mitarbeiterin und Kunstkritikerin bei der NZZ und seit 1999 als Dozentin für Kunsttheorie, freie Kuratorin und Autorin tätig. 2001–2009 ist sie Professorin am Institut Kunst der HGK FHNW in Basel (Institutsleitung). Seit 2009 wirkt sie als Direktorin an der ECAV Sierre (École cantonale d’art du Valais) und publiziert viel zu Themen der zeitgenössischen Kunst. Ihre Forschungsschwerpunkte sind: neue Medien, Performance, politisch orientierte Kunst, Schnittstellen zwischen Kunst und Forschung.




Susana Chiocca


lebt in Porto und Cuenca

www.chiocca.wix.com/susanachiocca


Bildende Künstlerin, Performerin. 1999 schliesst sie Bildhauerei ab an der Fakultät für bildende Künste der Universität von Porto. 2007 beendet sie ihr Vertiefungsstudium der zeitgenössischen Kunst an der Fakultät für bildende Künste der Universität von Cuenca, Spanien. Zur Zeit arbeitet sie an einer Dissertation zum Thema Performance und Sound. Sie organisierte Ausstellungen, Events und programmierte gemeinsam mit Antonio Lago von 2006 bis 2010 «Sala», einen Raum für Performancekunst in Porto. Seit 2005 entwickelt sie – sowohl individuell wie auch in Kollektiven – Projekte rund um Texte und Worte, z.B. BITCHO, eine ihrer neuesten Arbeiten.

In «Verbindung/Brücke/Andersheit/Eindruck» (connection/bridge/otherness/impression)

geht sie dem Einfluss des Anderen nach und schlägt den Bogen zurück. Ihre Recherchen münden in unterschiedlichste Medien, wie Zeichnung, Installation, Video, Sound, Fotografie

und Performance.


Susana Chiocca beeindruckte mich mit ihrem feinen Äusseren und ihrer Wut, die aus den Videoarbeiten im Netz sprechen. Dass Masken ein zentrales Thema ihrer akademischen Recherche in Cuenca sind, fasziniert mich und leuchtet ein.  (AS)




Studierende des Masterstudiengangs Music & Art Performance der Hochschule Luzern, Musik: Binha Haase, Emilio Guim, Begleitung Urban Mäder


Mit Urban Mäder verbindet mich das Interesse an Machtverhältnissen, Konstellationen und

Handlungsanweisungen in Musik und Performance. Er war schon 2014 mit zwei Studierenden im Festival involviert. 2015 wird er nun eine Gruppe von Studierenden der Hochschule Luzern Musik mit Klangaktionen für die Turbinenhalle begleiten.




Valentina Cappelletti


in Montevideo (Uruguay) geboren und aufgewachsen, lebt in Freiburg im Breisgau


Physiotherapeutin. In Giswil hilft sie als Übersetzerin.

Artists 2015